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Montmartre Droht Die Pariser Ehrenrunde In Einen Klassiker Zu Verwandeln

26 Jul 2026

Die Tour de France endet mit einer Etappe, die nur wenig mit der traditionellen Prozession zu den Champs-Élysées gemeinsam hat. Obwohl die Strecke wegen der Waldbrände in Frankreich auf 89 Kilometer verkürzt wurde, bleiben die drei Überquerungen des gepflasterten Montmartre-Anstiegs erhalten und versprechen einen explosiven Kampf in Paris.

Die Côte de la Butte Montmartre ist nur etwa einen Kilometer lang und durchschnittlich rund 6,5 Prozent steil. Kopfsteinpflaster, enge Straßen und die dreimalige Überquerung machen sie dennoch zum idealen Ort für Attacken. Zwischen dem letzten Gipfel und dem Ziel bleibt genügend Raum für eine Verfolgung, sodass Klassiker-Spezialisten und widerstandsfähige Sprinter unterschiedliche Siegchancen besitzen.

Mathieu van der Poel gilt als naheliegendster Angreifer. Der Niederländer verfügt über die nötige Kraft und Fahrtechnik, um am Montmartre den Unterschied zu machen. Alpecin-Premier Tech kann zugleich Jasper Philipsen für den Fall schützen, dass sich das Rennen vor einem Sprint einer kleineren Gruppe wieder zusammenschließt.

Mads Pedersen erhält nach dem sicheren Gewinn des Grünen Trikots ebenfalls freie Fahrt. Der Däne übersteht harte Rennen und besitzt genügend Endschnelligkeit für den Sieg aus einer kleinen Gruppe. Auch Remco Evenepoel, Tadej Pogačar und Tom Pidcock sind gefährlich, wenn die Favoriten die Schlussrunden in einen echten Eintagesklassiker verwandeln.

Für Pogačar besteht das wichtigste Ziel darin, die Etappe zu beenden und seinen fünften Toursieg zu bestätigen. Seine 6:26 Minuten Vorsprung auf Evenepoel scheinen unangreifbar, doch Montmartre erlaubt dem Gelben Trikot keine völlige Entspannung. Möglicher Regen in Paris könnte das Risiko auf dem Pflaster und in den Abfahrten zusätzlich erhöhen.

Der letzte Tag verbindet damit Feier und Wettbewerb. Fotos, Champagner und Ehrungen bestimmen zunächst das Bild. Sobald das Feld Montmartre erreicht, weicht die traditionelle Ehrenrunde jedoch einem letzten Kampf um einen der prestigeträchtigsten Etappensiege der Tour.