
Einer Rubio Verlässt Die Tour Nach Einer Heftigen Kollision Mit Einem UAE-Auto
Einer Rubios Tour de France endete abrupt in Alpe d’Huez. Der Kolumbianer vom Movistar Team prallte auf das Heck eines Fahrzeugs von UAE Team Emirates-XRG, das während des überfüllten Schlussanstiegs der 19. Etappe angehalten hatte. Rubio konnte die Etappe nicht beenden und musste die Rundfahrt verlassen.
Der Unfall ereignete sich auf einer Straße voller Zuschauer, Motorräder und Rennfahrzeuge. Rubio gehörte zur großen Ausreißergruppe des Tages und war mit höherer Geschwindigkeit unterwegs, als das Auto vor ihm zum Stillstand kam. Er konnte nicht mehr ausweichen, traf das Fahrzeug am Heck und erlitt mehrere Schnittwunden im Gesicht.
Movistar teilte mit, dass die ersten medizinischen Untersuchungen keine Knochenbrüche oder schweren inneren Verletzungen gezeigt hätten. Rubio wurde in ein Krankenhaus in Grenoble gebracht, wo seine Wunden mit rund 20 Stichen genäht werden mussten. Die erste Diagnose sorgte für Erleichterung, doch angesichts der Verletzungen und des verpassten Ziels war sein Ausscheiden unvermeidbar.
Der Sturz verschärft die Sicherheitsdebatte um die am stärksten besuchten Anstiege. In Alpe d’Huez drängten sich enorme Zuschauermengen, während Motorräder und Teamautos zusätzliche Engstellen verursachten. Die genaue Verantwortung für Rubios Kollision ist nicht offiziell geklärt. Der Vorfall sollte deshalb weder dem Fahrer noch dem Radprofi vorschnell allein angelastet werden.
Für Movistar ist es ein bitteres Ende von Rubios Tour. Der Kolumbianer hatte seine Chancen in den Bergen gesucht und mit dem Sprung in die Fluchtgruppe erneut offensiv gefahren. Statt um den Tagessieg zu kämpfen, verließ er das Rennen im Krankenwagen und wurde zum deutlichsten Beispiel für die Gefahren, die entstehen, wenn Spektakel und Rennkonvoi keinen Platz mehr haben.