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Pogačar Bedroht Pantanis Unantastbaren Rekord In Alpe d’Huez

24 Jul 2026

Tadej Pogačar erreicht Alpe d’Huez mit einer Herausforderung, die seit mehr als drei Jahrzehnten jeder Generation widerstanden hat: Marco Pantanis außergewöhnlichem Kletterrekord. Der Slowene hat öffentlich nicht versprochen, die Bestzeit anzugreifen. Seine Leistungen und das Profil der 19. Etappe machen einen neuen Rekord jedoch zu einer realistischen Möglichkeit.

Pantani fuhr seinen schnellsten Anstieg 1995. Je nachdem, an welchem Punkt die Zeitmessung beginnt, nennen historische Listen Werte zwischen 36 Minuten und 40 Sekunden sowie 36 Minuten und 50 Sekunden. Solche Unterschiede sind bei inoffiziellen Bergzeitvergleichen üblich. Unbestritten bleibt, dass die Leistung des Italieners die Referenz auf dem klassischen, 13,7 Kilometer langen Anstieg ist.

Pogačar fuhr Alpe d’Huez erstmals bei der Tour 2022 im Rennen. Er, Jonas Vingegaard und Geraint Thomas benötigten damals ungefähr 39:08 Minuten – nach einer sehr schweren Etappe am Vortag und während eines taktischen Anstiegs mit mehreren Tempowechseln. Diesmal scheint die Anfahrt besser für eine dauerhaft hohe Geschwindigkeit geeignet.

Die 19. Etappe ist nur 127,9 Kilometer lang. Auf dem Weg liegen der Col Bayard, der steile Col du Noyer und der Col d’Ornon. Ein langer Mittelteil bietet den Favoriten jedoch die Möglichkeit, Kräfte zu sparen. Der Schlussanstieg ist durchschnittlich 8,1 Prozent steil und umfasst die berühmten 21 Kehren.

Pogačars jüngste Leistungen erklären die Erwartungen. Er hat bereits langjährige Bestmarken an anderen legendären Anstiegen gebrochen und zeigt während der gesamten Saison eine außergewöhnliche Form. Zudem geht er mit einem komfortablen Vorsprung in der Gesamtwertung in die Etappe. Dadurch kann er wählen, ob er nur verteidigt, den Tagessieg sucht oder den Anstieg zu einem maximalen Test macht.

Wetter und Renntaktik bleiben entscheidend. Wind, Temperatur, das Tempo vor dem Schlussanstieg und der Zeitpunkt der ersten Attacke können die Endzeit stark beeinflussen. Vergleiche zwischen verschiedenen Epochen müssen außerdem Material, Straßenbelag und die genauen Messpunkte berücksichtigen.

Pogačar sagte lediglich, dass er sich selbstbewusst fühle, und bezeichnete den Rekord nicht als sein Hauptziel. Dennoch wird Pantanis legendäre Marke jeden Tritt begleiten. Sollte das Gelbe Trikot bereits an den unteren Rampen angreifen, könnte in Alpe d’Huez einer der langlebigsten Rekorde des Radsports fallen.