Alpe d’Huez Schließt Seine Straßen Vor Dem Ansturm Der Fans
Alpe d’Huez ist wegen des Zustroms Tausender Fans zu den zwei bislang einmaligen Tour-de-France-Bergankünften auf der Straße fast nicht mehr erreichbar. Das außergewöhnlich hohe Verkehrsaufkommen zwang die Behörden, die Einschränkungen an der Hauptzufahrt von Bourg d’Oisans vorzuziehen. Der letzte Abschnitt zum Wintersportort ist damit dem Rennen und den bereits anwesenden Zuschauern vorbehalten.
Die D211 mit den berühmten 21 Kehren ist während der wichtigsten Sperrphase in beiden Richtungen für motorisierte Fahrzeuge und Fahrräder geschlossen. Die Zufahrt zum Ort war nur bis Donnerstagabend garantiert. Mit einer normalen Verkehrsfreigabe ist erst nach der zweiten Zielankunft am Samstag zu rechnen.
Grund dafür ist ein Wochenende, wie es dieser Berg noch nie erlebt hat. Die 19. Etappe endet nach dem vollständigen klassischen Anstieg. Bereits am folgenden Tag kehrt die Tour nach einer deutlich härteren Hochgebirgsroute über den Col de Sarenne nach Alpe d’Huez zurück. Viele Fans besetzten die Straßenränder schon Tage vorher und füllten Parkplätze sowie die beliebtesten Kehren.
Die örtlichen Behörden empfehlen, Autos weit entfernt vom Anstieg abzustellen und Seilbahnen, Sessellifte sowie Wanderwege zu nutzen. Auch in anderen Teilen des Oisans-Tals gelten Straßensperren und Parkverbote. Besucher sollen deshalb viel Zeit einplanen und die Anweisungen der Polizei und der Organisatoren beachten.
Der enorme Andrang verspricht die spektakuläre Atmosphäre, für die Alpe d’Huez berühmt ist, besonders an der niederländischen Kurve und auf den letzten Kilometern. Gleichzeitig entsteht eine große Sicherheitsaufgabe: Rettungsdienste, Rennfahrzeuge und Anwohner benötigen Bewegungsraum auf einem bereits überfüllten Berg.
Für die Fahrer wird die gesperrte Straße bald zu einem Korridor aus Lärm und Farbe. Für Fans, die den Gipfel noch erreichen möchten, ist die Botschaft dagegen eindeutig: Der letzte Teil der Anreise muss ohne Auto und häufig zu Fuß bewältigt werden.